Stadt Kloten

«Dank geoimpact können wir nun eine einheitliche Datenbank zur Wärmeversorgung aller Gebäude in Kloten automatisch aktuell halten. Auch die Angaben im Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister können damit ohne aufwändige Handarbeit auf den aktuellsten Stand gebracht werden.»

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Daniel Martinelli

Leiter Umwelt bei der Stadt Kloten

Abstract

  • Bereitstellung von Daten zu Heizsystemen im GWR

  • Digitalisierung und Vereinheitlichung von Daten aus diversen Formaten (PDF, Excel, Word, etc.)

  • Verbesserung der Qualität und Anteil «erneuerbar heizen» im Energie Reporter

Die Stadt Kloten und SEP

Jede Stadt und jede Gemeinde führt in diversen Registern, respektive Datenquellen, das jeweilige Heizsystem für die im GWR enthaltenen Gebäude nach. Diese werden zudem regelmässig kontrolliert. So sind beispielsweise alle Wärmepumpen einer Gemeinde von ihr erfasst und bestätigt. Aufgrund der unterschiedlichen Formate, in denen die Daten aktuell gehalten werden, liegen sie nirgends einheitlich und vollständig vor und können somit auch nicht im GWR dargestellt werden. Das bedeutet auch, dass Planungsprozesse entweder sehr aufwändig in der Datensammlung oder gänzlich unmöglich sind.


Für die Stadt Kloten konnte geoimpact nun diese Daten zusammenführen. Dies machten unsere Entwickler:innen möglich, indem sie die relevanten Informationen automatisiert aus den diversen Datenquellen aggregiert und bereinigt haben. Schliesslich wurden sie damit fit gemacht, um ins GWR eingespeist zu werden.

Challenges und warum SEP?

Die Digitalisierung und Aufbereitung von Daten kann sich als sehr aufwändig, mühsam und zeitintensiv herausstellen. Solche Arbeiten sind aber dringlich, wenn Gemeinde und Städte im digitalen Sektor und im Bereich (erneuerbare) Energieversorgung Fortschritte erzielen möchten. Beispielsweise für die Erstellung eines Energierichtplans oder für die Kommunikation von Möglichkeiten rund um die Energieversorgung in Richtung Bevölkerung. Da die nötigen Ressourcen oft knapp oder gar nicht verfügbar sind, kann geoimpact solche Aufgaben übernehmen.


Das Projekt mit der Stadt Kloten beinhaltet genau dies, nämlich die Vereinheitlichung, Bereinigung und Digitalisierung von Wärmequellendaten im Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR).

Integrationsprozess und Kommunikation

Die Erstellung dieses automatisierten Prozesses barg eine grosse Herausforderung: Das Matching der Daten (beispielsweise bei Tippfehlern) mit den eindeutigen Adressen respektive Gebäuden. Doch unsere Entwickler:innen fanden auch für dieses Problem eine Lösung. Eine einheitliche Grundlage wurde damit erschaffen, die auch als Basis für die zukünftige Erfassung dient. Ein nächster Schritt wäre, die Aktualität der Daten im GWR anzugeben und Änderungen fortlaufend automatisiert zu erfassen.


Die Kommunikation von Möglichkeiten bei der Energieversorgung für alle Einwohnenden in Kloten kann so starten. Denn ohne die einheitliche Erfassung des Status Quos konnte auch nicht eine Veränderung empfohlen werden.

Erfolge und Ziele

Für dieses Projekt musste die Stadt Kloten lediglich ihre Erfassungen zur Verfügung stellen. Nun besitzt sie die Daten zu den Heizsystemen aller registrierten Gebäude im GWR und somit in digital einheitlicher und öffentlich zugänglicher Form. Die Basis für eine einfachere und allgemeingültige Datenerhebung sowie für die Kommunikation in Richtung Bevölkerung wurde geschaffen.


Ausserdem wurde auch unser Energie Reporter entsprechend aktualisiert. So sind durch das Update der Anteil an erneuerbaren Heizungen von 18.8% auf 21.4% und die Abdeckung von Gebäuden, die überhaupt ein erfasstes Heizsystem aufweisen, von 89.2% auf 95.6% angestiegen.