FAQ - alles was Sie wissen müssen über Swiss Energy Planning (SEP).
Fragen und Antworten
Das GWR, oder Gebäude- Wohnungsregister, ist ein eidgenössisches Register aller Gebäude in der Schweiz, verwaltet vom Bundesamt für Statistik. Jedes Gebäude hat eine eindeutige Identifikationsnummer (EGID), und jede Wohnung eine eindeutige Wohnungs-ID (EWID). Das GWR dient als zentrale Datenbasis für statistische, Planungs- und Verwaltungszwecke.
Die folgenden Datensätze u.a. werden im GWR zu jedem Gebäude erfasst:
Adresse, Standortkoordinaten
Baujahr
Anzahl Geschosse, Anzahl Wohnungen im Gebäude
Für Wohnungen: Anzahl Zimmer, Wohnungsfläche
Heizungs- bzw. Energiequelle bei Gebäuden
Warmwasserquelle bei Gebäuden
Die Energiebezugsfläche (EBF) ist im GWR, aber nicht vollständig geführt und mit geringer Datenqualität. Die EBF zu jedem Gebäude ist in Swiss Energy Planning (SEP) mit höherer Genauigkeit für jedes Gebäude zu finden.
Das GWR ist für fast alle Gemeinden nicht ganz aktuell, und für viele Gemeinden sehr veraltet. Der Grund dafür ist unterschiedlich. Grundsätzlich hat jede Gemeinde die Verantwortung, die Gebäudedaten dem GWR beim BFS zur Verfügung zu stellen, aber die Art und Weise wie eine Gemeinde diese Daten aktualisiert kann sie für sich bestimmen. Das BFS publiziert die Aktualität des GWRs für jede Gemeinde in der Schweiz hier: https://www.housing-stat.ch/monitoringnrj/?lang=de
Die geoimpact kann das GWR für eine Gemeinde anhand eines standardisierten Vorgehens in einem kurzen Projekt aktualisieren und hat viele solche Projekte bereits durchgeführt.
Das GWR enthält Datensätze, die für die energetische Planung einer Gemeinde oder eines Energieversorgungsunternehmens unverzichtbar sind (z.B. Fernwärmeplanung, Energierichtplan). Energetische und bauliche Informationen zu jeder Wohneinheit findet man im GWR, darunter Infos zur verbauten Heizung, Wärmequelle und Warmwasserquelle.
Die GWR-Bereinigung dient dazu, die Aktualität der Heizungsdaten im GWR zu aktualisieren und nicht-erfasste Heizungswechsel nachzuführen. Bisherige Projekte haben erreicht:
bis zu 99% der Heizungsdaten der Gemeinde auf den aktuellsten Stand zu bringen.
einen sofortigen Anstieg des Anteils erneuerbarer Heizsysteme von über 15%.
Gemeinden mit über 10'000 Gebäuden erfolgreich zu bereinigen.
In den meisten Gemeinden erfolgt die Aktualisierung des GWR laufend über die Erfassung neuer Baubewilligungen. Aus vergangenen Projekten zeigt sich jedoch, dass viele Heizungswechsel im GWR nicht nachgeführt wurden. geoimpact hat deshalb eine Methodik entwickelt, welche diese veralteten GWR-Daten identifiziert und sie anhand diverser zur Verfügung stehenden Datenquellen aktualisiert. Dabei setzten wir unter anderem unsere einzigartigen Address-Matching-Algorithmen, um inkonsistente Adressformate zwischen den Datenquellen zu harmonisieren und GWR-kompatibel aufzubereiten.
