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SEP.multiload: Echte Lastgänge statt pauschaler Schätzwerte

vor 3 Tagen
3 Min. Lesezeit

Netzplanung und Wirtschaftlichkeitsrechnungen basieren häufig auf Pauschalwerten: durchschnittlicher Jahresverbrauch, geschätzte Gleichzeitigkeitsfaktoren, grobe Annahmen zur Wärmepumpen-Durchdringung. Das Problem dabei: Pauschalwerte glätten genau die Spitzen und saisonalen Verläufe, die für eine belastbare Entscheidung eigentlich zählen. Eine Sommerspitze aus PV-Einspeisung oder eine Winterspitze durch Wärmepumpen lässt sich aus einem Jahresmittelwert nicht ablesen.


SEP.multiload bietet hier eine Lösung: Aus realen Gebäude-, Energie- und Wetterdaten entstehen viertelstündliche Lastprofile über ein ganzes Jahr, für PV-Erzeugung, Strombedarf, Wärmebedarf und Heizstrom. Aus einer pauschalen Schätzung wird damit eine belastbare Grundlage für Entscheidungen.


Warum 15-Minuten-Auflösung den Unterschied macht

Eigenverbrauch und Autarkie, berechnet aus Jahressummen, fallen systematisch zu hoch aus, weil sie nicht abbilden, dass Erzeugung und Verbrauch zeitlich oft nicht zusammenfallen. SEP.multiload berechnet diese Werte deshalb je 15-Minuten-Schritt und summiert erst danach, was insbesondere bei Wirtschaftlichkeitsrechnungen gegenüber Kundinnen und Kunden oder Investoren den Unterschied macht.


Screenshot aus SEP.multiload: Lastgangsimulation von PV-Erzeugung, Strombedarf, Eigenverbrauch, Netzbezug und -einspeisung für 4 Gebäude in 15-Minuten-Schritten für das ganze Jahr 2025
Screenshot aus SEP.multiload: Lastgangsimulation von PV-Erzeugung, Strombedarf, Eigenverbrauch, Netzbezug und -einspeisung für 4 Gebäude in 15-Minuten-Schritten für das ganze Jahr 2025

Wie SEP.multiload funktioniert

Das Prinzip ist einfach: Sie wählen ein einzelnes Gebäude oder eine beliebige Konstellation aus mehreren Gebäuden aus, zum Beispiel ein Quartier oder eine mögliche Energiegemeinschaft, und lösen die Simulation auf Knopfdruck aus. Im Hintergrund entstehen synthetische Lastprofile, die auf echten Gebäudedaten aus SEP, lokalen Wetterdaten und gängigen Standardlastprofilen basieren, statt auf pauschalen Annahmen.


Szenarien entwerfen und durchrechnen

Die eigentliche Stärke zeigt sich bei der Frage nach der Zukunft. Anhand einer Vielzahl konfigurierbarer Parameter, global oder pro Gebäude überschreibbar, lassen sich Szenarien für Heizungsersatz, PV-Ausbau oder veränderten Strombedarf direkt durchrechnen. Eine Frage wie «Was passiert mit der Last, wenn in fünf Jahren die Hälfte der Ölheizungen durch Wärmepumpen ersetzt wird?» lässt sich damit nicht mehr nur schätzen, sondern konkret berechnen, direkt im selben Werkzeug und ohne neue Datenerhebung.


Screenshot aus SEP.multiload: Ausschnitt der Gebäudekonfiguration im Bereich Wärme
Screenshot aus SEP.multiload: Ausschnitt der Gebäudekonfiguration im Bereich Wärme

Zwei Situation, die Ihnen bekannt vorkommen dürfte

Ein LEG-Anbieter will einer Eigentümerschaft eine mögliche Energiegemeinschaft vorschlagen und braucht dafür eine belastbare Zahlengrundlage. Ohne gebäudescharfe Lastgänge lässt sich kaum seriös beantworten, wie sich Nutzen und Kosten auf die beteiligten Gebäude verteilen, was insbesondere bei der Überzeugungsarbeit gegenüber mehreren Eigentümerinnen und Eigentümern schwierig ist. Mit SEP.multiload lässt sich die Konstellation der betroffenen Gebäude direkt simulieren, inklusive Eigenverbrauch, Autarkie und der Bewertung von Netzbezug und Einspeisung. Über die Szenario-Funktion lässt sich zusätzlich zeigen, wie sich das Ergebnis verändert, wenn ein weiteres Gebäude beitritt oder eine grössere PV-Anlage installiert wird, sodass der LEG-Anbieter der Eigentümerschaft eine fundierte, nachvollziehbare Empfehlung vorlegen kann, statt einer pauschalen Indikation.


Ein Netzbetreiber will wissen, ob ein bestimmter Trafokreis für die nächsten Jahre ausreichend dimensioniert ist. Bisher basierte diese Einschätzung meist auf pauschalen Gleichzeitigkeitsfaktoren und groben Annahmen zur Elektrifizierung der Wärme und dem PV-Ausbau. Mit SEP.multiload lassen sich alle Gebäude im betroffenen Netzabschnitt gebäudescharf simulieren, inklusive der zu erwartenden Winterlast bei einem weiteren Wärmepumpen-Rollout oder der zusätzlichen Netzeinspeisung bei einer Anzahl neuer PV-Anlagen. Über die Szenario-Funktion lässt sich direkt durchspielen, ab wie vielen zusätzlichen Wärmepumpen und PV-Anlagen die Kapazitätsgrenze erreicht wird, sodass der Netzausbau rechtzeitig und gezielt geplant werden kann, statt erst bei einer tatsächlichen Überlastung zu reagieren.


Ergebnisse, die im eigenen System weiterleben

Eine Simulation, deren Ergebnisse in SEP.multiload verbleiben, hilft in der Praxis nur bedingt. Ergebnisse lassen sich deshalb als CSV exportieren, als Szenario speichern und per Link teilen. Eine API erlaubt die gleichzeitige Auswertung mehrerer Adressen, etwa für ZEV-, vZEV- oder LEG-Konstellationen, und lässt sich direkt in eigene Systeme oder BI-Werkzeuge einbinden. Über dieselbe Schnittstelle bezieht auch SEP.ask seine Lastganganalysen auf Gebäude- und Quartier-Ebene, sodass Analysen aus SEP.multiload ohne Zusatzaufwand auch dort verfügbar sind.


Der nächste Schritt

Ob sich eine gebäudescharfe Lastgang-Simulation für Ihre Organisation lohnt, zeigt sich am besten anhand eines Falls, der Sie ohnehin gerade beschäftigt, oft genügen dafür schon 30 Minuten. Vereinbaren Sie eine Demo und bringen Sie Ihren Fall mit: Wir zeigen Ihnen direkt an Ihren Daten, welchen Unterschied ein echter Lastgang gegenüber einer Schätzung macht.


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